Der Kaufvertrag fürs Motorrad als PDF-Vorlage

Innerhalb eines Jahres wechseln mehr als 10.000 gebrauchte Motorräder ihren Besitzer. Viele Käufer suchen zu Beginn ein gebrauchtes Motorrad, um so einen günstigen Einstieg für das neue Hobby zu finden. Auch Verkäufer wollen ihr Motorrad verkaufen, weil sie beispielsweise ein neues Modell ins Auge gefasst haben. Doch wenn Käufer und Verkäufer aufeinandertreffen, dann sollte auch ein Kaufvertrag für das Bike nicht fehlen. Dabei gibt es jedoch einiges zu beachten.

Digitaler Kaufvertrag für ein Motorrad

Digitaler Kaufvertrag für ein Motorrad​

Motorrad-Kaufvertrag: Tipps, Infos und Checkliste

Ein Kaufvertrag ist einfach aufgebaut. Dennoch gibt es ein paar Dinge dabei zu beachten. Mit der dazugehörigen Checkliste ist es einfach, die wichtigsten Daten in dem Motorrad Kaufvertrag zu erfassen. So gehören nicht nur die Motorradmarke und das Modell in den Vertrag, sondern auch Kilometerstand und die letzte Werkstatt-Untersuchung sollte nicht fehlen.

Inhaltsverzeichnis

Yamaha Motorrad in der Stadt

Checkliste für einen Motorradkauf

Um auch nichts bei einem Kaufvertrag für Motorräder zu vergessen, kann eine Checkliste sehr sinnvoll sein. Hier können vorab alle wichtigen Daten notiert werden, die danach in den Kaufvertrag übertragen werden. Beispielsweise könnte diese Checkliste wie folgt aussehen:

  • Ist die Rahmennummer mit Eintragung im Fahrzeugbrief identisch?

  • Sichtprüfung des Lackes, gibt es Kratzer oder Dellen oder andere Schäden

  • Lag ein Unfall vor?

  • Abdichtende Teile am Fahrzeug prüfen

  • Benzinhahn und Kühlsystem dicht?

  • Wasser-, Öl- und Hydraulikschläuche dicht?

  • Öl-Stand prüfen

  • Benzinfilter sauber? Rost im Tank?

  • Funktion Tageskilometerzähler?

  • aktuellen Kilometerstand erfassen

  • Zubehör dabei?

  • Wichtige Nummern, wie Modellnummer, Marke, Farbe

Damit Käufer und Verkäufer keine unangenehmen Überraschungen erleben, ist es wichtig, einen seriösen Kaufvertrag für das Motorrad aufzusetzen. Hier können Sie unsere PDF-Vorlage für einen Kaufvertrag nutzen und dort alle wichtigen Daten eintragen. Mit unserem Kaufvertrag für Motorräder als Vorlage können Sie die wichtigsten Informationen direkt erfassen, sodass auch nichts vergessen wird. Egal ob Modellnummer, Kilometerstand oder Farbe des Lacks, hier werden alle wichtigen Details schriftlich festgehalten.

 

Wozu dient ein schriftlicher Motorrad-Kaufvertrag?

Gesetzlich vorgeschrieben ist es nicht, bei dem Kauf oder Verkauf eines Motorrads einen Kaufvertrag mit abzuschließen. Für die rechtliche Absicherung ist es jedoch sinnvoll, auf den Motorrad Kaufvertrag nicht zu verzichten.

Möchten Sie sich dabei die Mühe sparen, dann nutzen Sie doch einfach unseren Motorrad Kaufvertrag als PDF-Vorlage und laden diesen herunter. Mit dem Mustervertrag für Motorräder können Sie so alle wichtigen Daten erfassen und sind dann beim Kauf oder Verkauf auf der sicheren Seite.

Vor allem dann, wenn Sie im Rahmen einer gewerblichen oder selbständigen Tätigkeit ein gebrauchtes Motorrad verkaufen möchten, sollten Sie wissen, dass hierbei ein sogenannter Ausschluss der Sachmängelhaftung nicht ausgeschlossen ist. Natürlich muss es sich nicht immer um einen gewerblichen Verkauf handeln, trotzdem sollten Sie eine Rechtsberatung hinzuziehen, falls Sie unsicher sind. Ansonsten ist es auf jeden Fall empfehlenswert, nicht auf den Kaufvertrag für das Motorrad zu verzichten.

Motorradfahrer nimmt seinen Helm ab

Wie sollte ein Kaufvertrag für ein Motorrad aussehen?

Für einen guten schriftlichen Kaufvertrag sind wichtige Daten essentiell. So müssen Name und Anschrift von Käufer und Verkäufer auf jeden Fall angegeben werden. Auch die Motorradmarke und das dazugehörige Modell sind Pflicht. Zur Identifizierung des Fahrzeuges wird die Fahrzeugidentifizierungsnummer oder auch die Fahrgestellnummer mit eingetragen. Die Nummer der Zulassungsbescheinigung, welche im Fahrzeugbrief steht, wird ebenfalls im Kaufvertrag festgehalten. Ebenso sind der Kilometerstand sowie das Datum der Erstzulassung wichtig.

Das bisher amtliche Kfz-Kennzeichen wird ebenfalls darin festgehalten. Der Kaufpreis sowie weitere Zusatzausstattung, die mit dem Verkauf an den Käufer übergehen, sollten bei Sonstiges im Kaufvertrag festgehalten werden. Je ausführlicher der Kaufvertrag für das Motorrad ist, desto besser für den Käufer und Verkäufer. So können auch die Angaben über Vorbesitzer und Unfallschäden sinnvoll sein. Sollten weitere Zusatzvereinbarungen ausgemacht sein, wie beispielsweise der Ausschluss der Sachmängelhaftung, gilt es diese ebenfalls schriftlich festzuhalten.

Zu guter Letzt wird Ort, Datum und Uhrzeit der Motorradübergabe aufgeschrieben und am Ende müssen noch beide Parteien diesen Vertrag unterschreiben. Es ist unerheblich, ob der Kaufvertrag des gebrauchten Motorrad handschriftlich verfasst oder in einer PDF-Vorlage vorbereitet wird.

Worauf müssen Verkäufer beim Kaufvertrag achten?

Sobald ein Kaufvertrag für das Motorrad abgeschlossen wird, sollten Verkäufer auf einiges achten. Nur dann steht einem erfolgreichen Verkauf nichts mehr im Wege. Vor dem Verkauf ist es wichtig, eine technische Überprüfung vorzunehmen. Hierbei kann ein professionelles Untersuchungsprotokoll weiterhelfen. Ebenso kann dieses Untersuchungsprotokoll für die Preisermittlung herangezogen werden.

Um als Verkäufer überhaupt ein Motorrad verkaufen zu dürfen, müssen Sie mindestens 18 Jahre alt sein. Sollten Sie beim Verkauf jünger sein, benötigen Sie eine schriftliche Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten. Ebenso empfiehlt es sich, zusammen mit dem potentiellen Käufer eine Probefahrt durchzuführen. So kann der Käufer gleich den Verkäufer den Motorradführerschein vorzeigen. Auch eine Haftungsvereinbarung für die Probefahrt ist sinnvoll. Diese kann ebenfalls als PDF-Vorlage bei uns heruntergeladen werden.

Wie schon erwähnt, sollten natürlich auch im Motorrad Kaufvertrag die wichtigsten Personalien angegeben werden. Vergessen Sie dabei nicht den vollständigen Namen sowie die Adresse des Käufers festzuhalten. Sie können diese Daten direkt aus dem Personalausweis des Käufers entnehmen. Zudem ist es wichtig, die Personalausweisnummer mit der dazugehörigen ausstellenden Behörde in den Kaufvertrag zu schreiben.

Motorrad steht elegant vor einem Sonnenuntergang
Harley Davidson steht vor einer massiven Steinwand

Sollte das Motorrad bereits einen Unfall gehabt haben, gilt es, diese vorab dem Käufer mitzuteilen, sofern Mängel und Schäden vorliegen. Auch kleine Unfallschäden sollten schriftlich im Kaufvertrag festgehalten werden. Damit Sie am Ende auch für das Motorrad Ihr Geld erhalten, vereinbaren Sie mit dem Käufer die Zahlungsmodalitäten. Dabei entscheiden Sie selbst, ob Sie eine Barzahlung oder die Zahlung auf zwei oder mehr Raten aufteilen möchten.

 

Die Versicherung des Motorrads geht auf den Käufer über. Das gilt auch, wenn das Motorrad noch nicht offiziell umgeschrieben wurde. Sobald Sie den Verkauf abgeschlossen haben ist es sinnvoll, eine Verkaufsmeldung an die Zulassungsstelle und Versicherungsgesellschaft zu schicken. Erst mit Eingang der Veräußerungsanzeige geht somit die Steuerpflicht auf den Käufer über. Fertigen Sie vorab Sicherheitskopien an, sodass Sie nachweisen können, dass der Kauf bzw. Verkauf vonstatten gegangen ist.

"Motorradfahren hebt Grenzen auf. Mensch und Maschine, Natur und Technik, alles wird eins."

Hubert Hirsch

§ Die Klausel für die Sachmängelhaftung §

Je nachdem, um welchen Kaufvertrag bei dem Motorrad es sich handelt, ob privat oder geschäftlich, kann hierbei die Sachmängelhaftung unterschiedlich ausfallen. Grundsätzlich gibt es ein gesetzlich verankertes Recht. Somit haftet der Verkäufer für Mängel am Motorrad, die bereits zum Übergabezeitpunkt bestanden haben. Die Frist beträgt jedoch nur ein Jahr; währenddessen muss der Verkäufer solche Sachmängel am Motorrad für den Käufer kostenlos nachbessern. Anders sieht es aus, wenn die Sachmängelhaftung aus dem Vertrag genommen wurde. Hier hat der Käufer im Nachhinein kein Recht, dass auftretende Schäden beseitigt werden. Bei einem gewerblichen Verkauf kann eine Sachmängelhaftung nicht aus dem Vertrag genommen werden.
Motorradschlüssel wird übergeben

Was bedeutet „gekauft wie gesehen” beim Motorradkauf?

Steht in Ihrem Kaufvertrag auch “gekauft wie gesehen”? Bei dieser vertraglichen Vereinbarung kann den Kaufverträgen vor allem bei Privatpersonen ein Haftungsausschluss bei den gesetzlichen Gewährleistungsansprüchen vereinbart werden. Besonders dann, wenn Sie ein gebrauchtes Motorrad erwerben, können so die Gewährleistung für Mängel ausgeschlossen werden.

Das beinhaltet jedoch keine offensichtlichen Mängel. Das sind Mängel, die bei einer Untersuchung des Fahrzeuges und ohne Hinzuziehen eines Sachverständigen sofort auffallen. Beispielsweise sind es Lackschäden, Dellen oder andere Schäden, die man sofort erkennen kann. Diese offensichtlichen Mängel müssen übrigens nicht im Kaufvertrag für das Motorrad festgehalten werden. Das bedeutet, mit der Klausel “gekauft wie gesehen”, denn der Käufer hat vorab genau diese Schäden begutachtet.

Anders sieht es aus, wenn es sich um versteckte Mängel handelt. Bei versteckten Mängeln, wie beispielsweise ein unverhältnismäßig hoher Ölverbrauch, verschwiegene Unfallschäden oder ein falscher Kilometerstand führen dazu, dass die Klausel “gekauft wie gesehen” nicht gültig ist und somit Gewährleistungsansprüche geltend gemacht werden können.

Häufig gestellte Fragen zum Kauf eines Motorrads

FAQ

Grundsätzlich ist ein Motorradkaufvertrag auch ohne Fahrzeugpapiere rechtskräftig. Trotzdem sollten Sie nicht darauf verzichten, ohne gültige Zulassungsbescheinigung ein Motorrad zu erwerben. Schnell kann dann dies als Diebstahl bezeichnet werden. Nur mit einem Kaufvertrag und der Übergabe der Zulassungsbescheinigungen ist man auf der sicheren Seite, dass das Motorrad am Ende einem selbst gehört. Zudem werden die Unterlagen für die Kfz-Behörde benötigt, um das Motorrad umzumelden.

Neben einem normalen Kaufvertrag für Motorräder sollte bei einem Motorrad Oldtimer zusätzlich darauf geachtet werden, dass die Details zur Fahrzeughistorie detailliert festgehalten werden. Das bedeutet, jede einzelne Restauration, sowie Angaben zur Originalausstattung und Zubehör müssen explizit aufgeführt werden. Nur so kann der Wert des Motorrad-Oldtimers ermittelt werden.

Grundsätzlich besteht nicht die Möglichkeit, ein gebrauchtes Motorrad so einfach wieder zurückzugeben. Nach Vertragsabschluss gibt es hier kein Widerrufsrecht. Jedoch kann es sein, dass beim Kauf oder Verkauf von Privatpersonen bei einem Motorrad versteckte Mängel auftreten, die vom Verkäufer verschwiegen wurden.Hier ist es unter Umständen möglich, den Motorradkaufvertrag widerrufen zu können. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dass der Verkäufer diese Mängel beseitigen muss. Anders sieht es aus, wenn über einen Internethändler ein gebrauchtes Motorrad erworben wird. Hier kann eine Widerrufsfrist von 14 Tagen gegeben sein.

Oftmals werden die Begriffe Garantie und Gewährleistung gleichbedeutend verwendet. doch es gibt dabei grundlegende Unterschiede.

Als Käufer eines gebrauchten Motorrades werden Sie in der Regel keine Garantieansprüche gegenüber dem Verkäufer haben. Somit gibt es auch keine Garantieversprechen. Sollte dennoch innerhalb der Garantiezeit etwas mit dem Motorrad sein, so ist nicht der Verkäufer dafür verantwortlich, sondern hier muss dann der Hersteller des Motorrades informiert werden.

In diesem Fall tritt dann die sogenannte Gewährleistung in Kraft. Der Gesetzgeber hat hierbei eine sogenannte Gewährleistung rechtlich verankert. So kann der Käufer diesen Gewährleistungsanspruch gegenüber dem Verkäufer bzw. Hersteller geltend machen. Die gesetzliche Gewährleistungsfrist beträgt 2 Jahre.

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